Immunology
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Umprogrammierte T-Zellen zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis

Rheuma Plus review by Patrick Baeuerle and Ricardo Grieshaber-Bouyer

12.09.2025

Patrick A. Baeuerle and Ricardo Grieshaber-Bouyer (2025) Umprogrammierte T-Zellen zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis. rheuma plus https://doi.org/10.1007/s12688-025-00910-8

 

Zusammenfassung zitiert aus dem Artikel: 

Autoreaktive T-Zellen spielen eine wichtige Rolle für die Entstehung von rheumatoider Arthritis (RA) und die fortgesetzte Erkrankung. Die meisten RA-Therapeutika zielen daher darauf ab, die Aktivierung und Proliferation dieser Immunzellen zu unterdrücken. In  iesem Artikel erläutern wir, wie T-Zellen als präzises und hoch wirksames Werkzeug zur Behandlung von RA und anderen autoimmunerkrankungen eingesetzt werden können. Dies klingt widersprüchlich, doch neuartige Therapien ermöglichen es, die  ntrinsische Spezifität von T-Zellen, die durch den T-Zell-Rezeptor (TCR) bestimmt wird, zu überwinden und zu bestimmen, welches ausgewählte Oberflächenprotein T-Zellen auf Zielzellen erkennen. So umprogrammierte T-Zellen können beispielsweise verwendet  erden, um mit hoher Effizienz B-Zellen zu eliminieren, die das Markerprotein CD19 tragen. Es gibt innerhalb dieser Therapie  prinzipiell 2 Herangehensweisen: die Verwendung bispezifischer Antikörperkonstrukte (sog. T-Zell-Engager, TCE) und die Erzeugung patienteneigener gentechnisch veränderter T-Zellen, die einen chimären Antigenrezeptor tragen (CAR-T-Zellen). Während bispezifische Antikörper als Adaptoren fungieren und jegliche Art von T-Zelle mit Zielzellen verknüpfen können, exprimieren die CAR-T-Zellen eines Patienten einen bestimmten künstlichen chimären Rezeptor. In beiden Fällen wird durch unkonventionell engagierten T-Zellen eine Lyse von B-Zellen veranlasst. Mit solchen Therapieansätzen ist es gelungen, erstaunliche Remissionen bei Rheumapatienten in fortgeschrittenen Erkrankungsstadien auf der Basis einer tiefen B-Zell-Depletion zu erzielen. Beide Ansätze werden vorgestellt und miteinander verglichen sowie die neuesten klinischen Ergebnisse und die zukünftige Entwicklung dieser Therapien diskutiert.


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